Freitag, 15. Mai 2009
Make Some Noise
Durch Zufall entdeckte ich kuerzlich die Musikseite Shemspeed , die ein weites Spektrum von moderner juedischer Musik praesentiert, darunter auch dieser britische Song. Neben den schon bekannteren Musikern wie YLove finden sich auch mir bisher nicht bekannte Liedermacher mit guten Rhythmen. Viel Spass beim Rumstoebern.
Mittwoch, 13. Mai 2009
Montag, 11. Mai 2009
Muttertag

Gestern war Muttertag. Nicht ueberall auf der Welt, aber zumindest in den USA und Deutschland, und das amerikanische Jewish Women's Archive hat zu diesem Anlass dazu eingeladen, Fotos von juedischen Muettern auf eine Flickr-Seite hochzuladen. Das Ganze ist eine interessante Mischung aus zeitgenoessischen und antiken Fotografien. Schaut einfach selbst (hier der Link).
Samstag, 2. Mai 2009
Tribeca Koch Forward

Als der Forward 2007 seinen 110 Geburtstag feierte, wurde ich beauftragt, fuer das Buch "A Living Lens" prominente New Yorker Juden zu fotografieren. Mein erstes Shooting war mit dem ehemaligen Buergermeister von New York, Ed Koch, den ich in der Lower East Side bei Katz' Deli fotografierte.
Koch ist schon ein etwas seltsamer Kautz und das Fotoshooting war auch etwas seltsam (er war nicht gerade nett, aber auch nicht wirklich unfreundlich), aber er ist dem Forward seit langem verbunden und hat erst kuerzlich auf der Blog des Forwards eine Kolumne gehabt, fuer die man ihm Fragen schicken konnte, die er beantwortet (in alter Forwardtradition des sogenannten Bintel Brief, Zuschriften, die Anfang des letzten Jahrhunderts von Lesern an die (damals jiddische) Zeitschrift geschickt wurden. Seine Liebe zum Forward ist ein Indiz fuer seine Liebe zum Judentum, und da der nun 84jaehrige weder Kinder noch eine Frau hat, plant er schon einmal vor und hat bereits sein Grab (samt Grabstein) vorbereitet, man muss nur noch das Todesdatum ausfuellen (wuenschen wir ihm, dass dies noch ein paar Jahre Zeit hat). Klingt unglaublich? Dann lest einfach hier.
Aber zurueck zu meinem Foto. Das Bild wurde vom Forward wieder benutzt, siehe hier, und wurde dort einer Filmemacherin entdeckt, deren Assistent mich kontaktierte und anfragte, ob sie es fuer ihre Dokumentation "Blank City" benutzen koennte. "Blank City" ist ein Film ueber die Independent Filmszene der spaeten 70er Jahre. Jim Jarmusch und Steve Buscemi sind nur zwei der Leute, die hierfuer interviewt wurden. Der Film premierte auf dem Tribeca Film Festival und Lisa und ich sahen ihn gestern. Zugegeben, einige Edits sind noch notwendig, um die Dokumentation interessanter zu machen, aber das war sekundaer. Auf dem Tribeca Filmfest zu sein, war schon aufregend, und mein Foto auf der grossen Leinwand kristallklar zu sehen ziemlich cool.
Only in New York...
Mittwoch, 29. April 2009
Aladdins Bibliothek

Die verrueckten Worte des iranischen Praesidenten und anderer Politiker aus islamischen Laendern waehrend der Konferenz in Durban waren keine Ueberraschung, auch wenn sie schockierend waren. Wenn diejenigen, die die Politik ihres Landes bestimmen, schon solche kompromislosen Meinungen vertreten, was kann man da vom einfachen Mann auf der Strasse erwarten?
Ein neues Projekt versucht jetzt, der Holocaustleugnung in islamischen Laendern entgegenzutreten. Die sogenannte "Aladdin Library" publiziert kostenlos online Buecher wie etwa das Tagesbuch der Anne Frank, die u.a. auf Arabisch und Farsi zum Runterladen zur Verfuegung stehen.
Ich bin zwar skeptisch, ob diese Buecher wirklich mehr Leser finden als die jeweiligen Uebersetzungen der Protokolle der Weisen von Zion, aber es ist wohl besser, als gar nichts zu unternehmen.
Donnerstag, 23. April 2009
Durban II
Ich muss zugeben, als ich 2001 an der UN Antirassismuskonferenz in Durban, Suedafrika, teilnahm, war dies ein traumatisches Erlebnis. Nie zuvor hatte ich eine solche Konfrontation mit Antisemitismus (und auch nie danach hatte ich so etwas wie in Durban). Durban war ein Albtraum und wenn ich zuvor noch die Hoffnung hatte, dass es jemals Frieden mit Israels muslimischen Nachbarn geben koenne, so zerbrach diese Hoffnung angesichts des fanatischen Hasses, der unserer kleinen Delegation aus Bruessel entgegen gebracht wurde.
Dieses Mal scheint alles anders zu sein. Die juedischen Studenten sind sehr gut vorbereitet und machen positive Schlagzeilen wie etwa in der heutigen JTA Story von Michael Jordan. Ein gravierender Unterschied ist wohl auch, dass die Konferenz in der Schweiz stattfindet, was automatisch alles etwas gesitteter macht.
Und trotzdem, die Worte von Irans Praesident, gehalten einen Tag vor Yom HaShoah, dem Holocaustgedenktag Israels, erscheinen wie ein Geburtstagsgeschenk fuer Adolf Hitler. Traurig, erschreckend, widerlich. Klar, es stehen Wahlen an im Iran, aber dies ist mehr als nur Wahlkampf, dies ist Fanatismus, der nur boeses erahnen laesst.
So schockierend sein Auftritt in diesem Zirkus der UN auch war, so erfreulicher ist es zu sehen, dass junge Studenten aus ganz Europa dem entgegen wirken.
Dieses Mal scheint alles anders zu sein. Die juedischen Studenten sind sehr gut vorbereitet und machen positive Schlagzeilen wie etwa in der heutigen JTA Story von Michael Jordan. Ein gravierender Unterschied ist wohl auch, dass die Konferenz in der Schweiz stattfindet, was automatisch alles etwas gesitteter macht.
Und trotzdem, die Worte von Irans Praesident, gehalten einen Tag vor Yom HaShoah, dem Holocaustgedenktag Israels, erscheinen wie ein Geburtstagsgeschenk fuer Adolf Hitler. Traurig, erschreckend, widerlich. Klar, es stehen Wahlen an im Iran, aber dies ist mehr als nur Wahlkampf, dies ist Fanatismus, der nur boeses erahnen laesst.
So schockierend sein Auftritt in diesem Zirkus der UN auch war, so erfreulicher ist es zu sehen, dass junge Studenten aus ganz Europa dem entgegen wirken.
Montag, 20. April 2009
Shanghai
Das Interesse an China ist gross. Und es wird immer groesser. Zumindest in den USA. Und da in Nordamerika die groesste juedische Diaspora lebt, verwundert es nicht, dass auch das Interesse an Chinas juedischer Geschichte immer groesser wird. Der israelische Fotojournalist Dvir Bar-Gal, der seit 2001 in Shanghai lebt, ist nicht nur darum bemueht, die Erinnerung an etwa die von der kommunistischen Regierung vernichteten juedischen Friedhoefe wieder herzustellen, nein, er bemueht sich auch, diesen ein Denkmal zu errichten. JTA berichtet ueber ihn.Bar-Gal hat auch eine Website, ueber die man organisierte Fuehrungen auf den Spuren juedischer Geschichte Shanghais buchen kann. Lohnenswert, wenn es Euch mal dahin begeben sollte.
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